Social Media Recruiting, die wichtigsten Dos and Don'ts
Generation Y, Millennials, Digital Natives – viele Namen und eine Gemeinsamkeit
Um aus diesem Pool die besten Talente rauszufischen, müssen Sie beim Recruiting dort aktiv werden, wo diese Zielgruppe sich schon tümmelt: in den sozialen Medien.
Deswegen sind heute Recruiting-Kampagnen ohne Social Media kaum denkbar und deswegen geben wir Ihnen Tipps für eine erfolgreiche Social-Recruiting-Strategie.
Was ist Social Media Recruiting? Die Definition
Mit Social Media Recruiting sind alle Maßnahmen im Personalmarketing gemeint, bei denen soziale Netzwerke eine Plattform bieten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Online-Jobbörsen zeichnet sich Social Recruiting durch den direkten Kontakt zu den potenziellen Interessent
aus und vor allem durch die Social-Media-typische Interaktion: spontane Reaktionen!Entscheidend für den Erfolg einer Social-Media-Recruiting-Kampagne ist es, das Interesse für Stellenangebote auch bei den Persönlichkeiten zu wecken, die bestens für Ihr Unternehmen geeignet sind, tatsächlich aber eigentlich gar keinen neuen Job suchen, aber von Ihrem Angebot getriggert werden.
Warum Social Recruiting?
Vielleicht führen immer noch alle Wege nach Rom, aber gewiss nicht mehr althergebrachte Recruiting-Ansätze zum allseits umworbenen Top-Talent. Qualifizierte Fachkräfte haben es oft gar nicht nötig, sich aktiv um eine Anstellung zu bemühen.
Verbildlicht: Diese Menschen heben kurz die Hand und schon sind sie vom Markt weg rekrutiert.
Daher müssen Sie diese Talente dort abholen, wo sie sich bewegen. Sie müssen auf zeitgemäßen und kreativen Wegen erreicht werden.
Dabei bietet Social Media für ein erfolgreiches Recruiting gleich drei Vorteile:
- Sie können über eine gut gestaltete Social-Media-Kampagne Ihr Unternehmen online optimal präsentieren.
- Sie erreichen über Social-Media-Angebote zahlreiche Kandidat.
- Sie können über die verschiedenen Netzwerke die jeweils gesuchte Zielgruppe individuell ansprechen.
Profis Zuhause abholen
In vielen sozialen Netzwerken bewegen sich potenzielle Mitarbeiter
in ihrem persönlichen Umfeld. Wer hier nach Fachkräften sucht, kann auch solche Nutzer
ansprechen, die gar nicht oder höchstens passiv nach einer neuen Herausforderung suchen (und also auch keine Stellenanzeigen lesen oder Jobbörsen konsultieren). Nutzen Sie die vielen Informationen, die Ihnen über die Netzwerke zur Verfügung stehen, zur gezielten Vorauswahl geeigneter Kandidat
.
Social-Media-Recruiting-Strategie
Definieren Sie Ihre Recruiting-Ziele und welche Funktion Social Media dabei spielen soll. Wählen Sie jeweils passende Plattformen aus, um die gewünschte Zielgruppe zu erreichen. Vielleicht beginnen Sie mit denjenigen, die zunächst den größten Erfolg versprechen – das dürften die Business-Plattformen XING und LinkedIn sein.
Da Recruiting über soziale Medien gut eingespielte Akteure und koordinierte Zusammenarbeit erfordert, sind klare Zuständigkeiten im Personalmanagement und ebenso klare Kommunikationsrichtlinien (Corporate Wording, Anrede mit Du oder Sie, etc.) unabdingbar.
Verlinken Sie Ihre Bewerbungsprozesse auch technisch mit den Netzwerken; es wird erwartet, dass der gesamte Prozess direkt und schnell bleibt, so wie Nutzer
es von „ihren“ sozialen Medien kennen. Ihr Social-Media-Auftritt hilft nur, wenn er professionell ist. Potenzielle Bewerber
sollen Sie im Netzwerk schnell finden und einen positiven ersten Eindruck bekommen. Optimieren Sie deshalb ein jeweiliges Plattform-Profil dahingehend, dass Ihr Unternehmen über die für Ihr Geschäftsfeld relevanten Suchbegriffe gefunden wird.
Qualität trotz Quantität
Um auf digitalen Plattformen wahrgenommen zu werden, sind laufend neue, hochwertig produzierte und spannende Inhalte nötig, die zur jeweiligen Plattform und Zielgruppe passen. Die Nutzer
wollen neugierig gemacht, informiert und unterhalten sein.Die Kunst bei einer Social-Media-Recruiting-Kampagne ist jedoch, über das Erregen von Aufmerksamkeit das eigentliche Ziel nicht zu vernachlässigen – und das ist immer noch das Anwerben neuer Top-Mitarbeiter
.
Methoden des Social Media Recruiting
- Stellenanzeigen in sozialen Netzwerken: Der Vorteil einer Social-Media-Anzeige liegt in der möglichen Verlinkung zu Ihren eigenen Karriereseiten, wodurch Sie Interessentschon einmal für Ihre eigene Unternehmenswelt begeistern können.
- Active Sourcing: Bei dieser Methode werden geeignete Kandidatfür eine Stelle anhand ihrer Profile ausfindig gemacht und direkt über die Kommunikationskanäle der jeweiligen Plattform angesprochen.
- Employer Branding: Hierbei handelt es sich um Content Marketing, also die Publikation von zielgruppenorientiertem Content wie Blogs, Bildern und Videos. Wenn Sie Inhalte posten, die vielen Usergefallen, wird Ihr Unternehmen auch für die gewünschte Zielgruppe sichtbar gemacht. Außerdem wird ein positives Image modelliert.
Networking-Potenzial voll ausschöpfen
Das A & O für erfolgreiches Social Campaigning sind eigene Netzwerke. Versuchen Sie, möglichst umfassende Netzwerke zu erschaffen, indem Sie Geschäftspartner
, Kund
, Interessent
oder auch Mitarbeiter
einladen. Gelingt es, auch sogenannte Influencer
in die Netzwerke einzubinden, erhöht das deren Reichweite und damit die Wahrnehmung Ihres Unternehmens. Influencing in sozialen Netzwerken beruht im Wesentlichen auf Weiterempfehlung über das Teilen oder „Liken“ von Inhalten, Marken – und auch Arbeitgebern. Ein attraktives Unternehmen wird in Netzwerken als guter Arbeitsplatz weiterempfohlen.
Die wichtigsten Social-Media-Recruiting-Plattformen
- Xing und LinkedIn: Diese Plattformen sind für den geschäftlichen Austausch konzipiert und bieten eine große Chance, geeignete Kandidatzu finden. Sie erleichtern das Active Sourcing und bieten wertvolle Einblicke in die berufliche Qualifikation der Nutzer
- .
- Twitter, Instagram, YouTube: Diese Plattformen eignen sich hervorragend zum Employer Branding respektive Content Marketing. Hier sollten Sie Originalität und eine persönliche Ansprache zeigen.
- Facebook: Bietet gute Möglichkeiten zum Active Sourcing, um direkt mit potentiellen Kandidatin Kontakt zu treten.
- TikTok: Hier können Sie sehr schnell „viral“ gehen, aber es ist Vorsicht geboten – der falsche Ton oder ein unpassender Trend können Ihrem Unternehmen schaden.
Herausforderungen beim Social Media Recruiting
Fehler in der Kommunikation gefährden nicht nur die Recruiting-Ziele, sondern auch das Employer Branding und das Unternehmensimage im Allgemeinen.
Eminent wichtig ist: Unterschiedliche Plattformen erfordern unterschiedliche Kommunikationsstile. Die Ansprache der Kandidat
und die Selbstdarstellung muss plattformspezifisch und zielgruppengerecht sein. Außerdem ist bei jeder Aktion in sozialen Netzwerken immer der Aspekt des Datenschutzes zu berücksichtigen.
Erfolgreich sein: nur mit Know-how!
Ob es um technische Aspekte wie eine neue Software zur Anbindung des eigenen Bewerbermanagements an die Plattformen, um Kommunikationsstile oder Datenschutz geht – ohne Experten oder zumindest Expertenwissen geht es nicht! Vergewissern Sie sich vor dem Start Ihrer Social-Recruiting-Kampagne, ob Sie personell hinreichend gut besetzt oder beraten sind.
Fazit
Es stellt sich heutzutage kaum mehr die Frage, ob man Recruiting in den sozialen Medien betreiben möchte oder nicht, sondern eigentlich nur noch die Frage: Wie?
Analysieren Sie genau, welche konkrete Plattform zu Ihrem Unternehmen wirklich passt. Integrieren Sie ausreichend Fachwissen in die Prozesse, um schwerwiegende Fehler zu vermeiden. Wenn Sie strategisch vorgehen, werden die Vorteile die Risiken bei Weitem überwiegen.
In dem Sinne: Happy Social Recruiting!